Tipps für den Alltag mit EPI, IBD und Futtermittelallergien

Die Diagnose EPI, IBD oder Futtermittelallergie kann zunächst überwältigend sein. Viele Hundebesitzer fühlen sich verunsichert und fragen sich, wie der Alltag künftig aussehen soll.

Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut.

Auch wir mussten lernen, dass es nicht die eine perfekte Lösung gibt. Jeder Hund reagiert anders und oft braucht es Zeit, Geduld und viele kleine Anpassungen, bis man den richtigen Weg gefunden hat.

Die folgenden Tipps basieren auf unseren persönlichen Erfahrungen mit Maya und sollen dir als Orientierung dienen.

1. Geduld haben

Gerade nach der Diagnose wünschen wir uns alle, dass es unserem Hund möglichst schnell wieder besser geht. Doch chronische Erkrankungen brauchen Zeit.

Nicht jede Futterumstellung oder Medikamentenanpassung zeigt sofort Wirkung. Manchmal dauert es Wochen, bis sich der Körper erholt.

2. Eine feste Routine entwickeln

Viele Hunde mit EPI oder IBD profitieren von einem geregelten Tagesablauf.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • feste Fütterungszeiten
  • regelmäßige Spaziergänge
  • ausreichend Ruhephasen
  • möglichst wenig Stress

Eine konstante Routine kann helfen, den Verdauungstrakt zu entlasten.

3. Futter langsam umstellen

Falls eine Futterumstellung notwendig ist, sollte diese möglichst langsam erfolgen – sofern dein Tierarzt nichts anderes empfiehlt.

So kann sich der Verdauungstrakt besser anpassen und mögliche Unverträglichkeiten lassen sich leichter erkennen.

4. Ein Tagebuch führen

Ein Fütterungs- und Symptomtagebuch war für uns unglaublich hilfreich.

Notiere dir zum Beispiel:

  • welches Futter gegeben wurde,
  • Medikamente und Enzyme,
  • Kotbeschaffenheit,
  • Erbrechen,
  • Grasfressen,
  • Appetit,
  • Gewicht,
  • Besonderheiten.

So lassen sich Veränderungen oft besser erkennen und mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprechen.

5. Regelmäßige Kontrollen

Chronische Erkrankungen verändern sich im Laufe der Zeit.

Regelmäßige Kontrolltermine und Blutuntersuchungen helfen dabei, Mangelzustände oder Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Behandlung anzupassen.

6. Auf kleine Veränderungen achten

Schon kleine Veränderungen können wichtige Hinweise geben.

Achte zum Beispiel auf:

  • Gewichtsverlust,
  • vermehrtes Grasfressen,
  • Appetitveränderungen,
  • Müdigkeit,
  • Durchfall oder Erbrechen,
  • Veränderungen der Kotmenge oder Kotfarbe.

Je früher Auffälligkeiten erkannt werden, desto schneller kann gemeinsam mit der Tierärztin oder dem Tierarzt reagiert werden.

7. Stress möglichst vermeiden

Bei manchen Hunden können Stress oder große Veränderungen Beschwerden verstärken.

Natürlich lässt sich Stress nicht immer vermeiden. Ein ruhiger Alltag, ausreichend Schlaf und bekannte Abläufe können jedoch helfen.

8. Medikamente niemals eigenständig absetzen

Auch wenn es dem Hund besser geht, sollten Medikamente oder Enzyme niemals ohne Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt verändert oder abgesetzt werden.

9. Jeder Hund ist anders

Was Maya geholfen hat, muss nicht automatisch für jeden anderen Hund die beste Lösung sein.

Deshalb ist es wichtig, den eigenen Hund genau zu beobachten und gemeinsam mit dem Tierarzt einen individuellen Behandlungsplan zu entwickeln.

10. Vergiss dich selbst nicht

Ein chronisch kranker Hund fordert nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.

Es ist völlig normal, sich Sorgen zu machen oder sich manchmal überfordert zu fühlen.

Suche den Austausch mit anderen Hundebesitzern, stelle Fragen und hole dir Unterstützung. Niemand muss diesen Weg alleine gehen.

Unsere wichtigste Erkenntnis

Mit der Zeit haben wir gelernt, dass kleine Fortschritte oft die größten Erfolge sind.

Nicht jeder Tag wird perfekt sein. Es wird gute und schwierige Phasen geben. Doch mit Geduld, einer guten tierärztlichen Begleitung und viel Liebe kann auch ein Hund mit EPI, IBD oder Allergien ein glückliches und erfülltes Leben führen.

Von Herzen

Wenn du gerade am Anfang dieses Weges stehst, möchten wir dir eines mitgeben:

Du bist nicht allein.

Genau deshalb gibt es KOMPAWS.

Wir möchten unsere Erfahrungen teilen, Mut machen und zeigen, dass es trotz aller Herausforderungen immer Hoffnung gibt.

Alles Liebe

Diana & Maya 🐾

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