Unsere Geschichte – Der lange Weg bis zur richtigen Diagnose
Maya war gerade einmal 14 Wochen alt, als unsere Reise begann.
Schon als Welpe litt sie immer wieder unter starken Magen-Darm-Problemen. Durchfall, Bauchbeschwerden und immer wiederkehrende Schübe gehörten plötzlich zu unserem Alltag. Niemand konnte uns sagen, warum es ihr so ging und es nicht besser wurde. Immer wieder hieß es, es liegt am Futter.
Nach vielen Tierarztbesuchen, Tierarztwechseln, Blutuntersuchungen und weiteren Untersuchungen wurde schließlich eine Darmspiegelung durchgeführt. Endlich hofften wir auf Antworten.
Die Diagnose lautete:
IBD (entzündliche Darmerkrankung) – mittel- bis schwergradig.
Diese Diagnose traf uns völlig unvorbereitet. Maya war noch ein junger Hund und plötzlich standen wir vor einer chronischen Erkrankung, über die wir bis dahin kaum etwas wussten.
Von diesem Zeitpunkt an begann eine lange Zeit mit verschiedenen Medikamenten und Therapieversuchen. Unter anderem erhielt Maya Prednisolon. Obwohl wir hofften, dass es ihr helfen würde, war diese Zeit für uns besonders schwer. Die Nebenwirkungen belasteten Maya sehr und es war kaum zu ertragen, sie so zu sehen. Es fühlte sich an, als würde uns der Boden unter den Füßen weggezogen.
Gemeinsam mit unserer Tierärztin suchten wir weiter nach einer besseren Lösung. Schließlich wurde die Behandlung angepasst und Maya erhielt Budenofalk sowie Salofalk. Nach und nach stabilisierte sich ihr Zustand und wir schöpften endlich wieder Hoffnung. Die Schübe wurden seltener und wir hatten das Gefühl, endlich auf dem richtigen Weg zu sein.
Doch trotz aller Bemühungen blieb etwas nicht stimmig.
Immer wieder hatte Maya Verdauungsprobleme. Wir ließen erneut Blutwerte kontrollieren, probierten verschiedene Futtersorten aus und passten ihre Behandlung immer wieder an. Trotzdem verschlechterte sich ihr Allgemeinzustand mit der Zeit.
Das Auffälligste war ihr Gewichtsverlust.
Obwohl Maya fraß, nahm sie immer weiter ab. Es war erschreckend mit anzusehen, wie ihr Körper immer schmaler wurde. Für uns war klar: Irgendetwas musste übersehen worden sein.
Erst rund zwei Jahre nach der ersten Diagnose wurde schließlich ein spezieller Bluttest durchgeführt.
Dieser brachte endlich die entscheidende Antwort:
Maya leidet zusätzlich an einer Exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI).
Plötzlich ergaben viele Dinge einen Sinn. Die Gewichtsabnahme, die Verdauungsprobleme und die fehlende Nährstoffaufnahme ließen sich nun erklären.
Mit der EPI-Diagnose begann ein neuer Abschnitt. Maya erhielt die notwendige Enzymtherapie und ihre Behandlung konnte gezielt angepasst werden. Es dauerte einige Zeit, bis sich ihr Körper erholte, doch endlich wussten wir, womit wir es zu tun hatten.
Heute blicken wir auf einen langen Weg voller Sorgen, Hoffnung, Rückschläge und kleiner Erfolge zurück.
KOMPAWS ist aus genau dieser Geschichte entstanden.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man von Termin zu Termin geht, immer neue Medikamente ausprobiert und trotzdem das Gefühl hat, dass noch nicht alle Antworten gefunden sind. Deshalb möchte ich unsere Erfahrungen teilen – um anderen Hundebesitzern Mut zu machen und zu zeigen, dass sie mit diesem Weg nicht allein sind.
Unsere Geschichte ist unsere Geschichte. Jeder Hund ist einzigartig. Deshalb ersetzt sie keine tierärztliche Beratung, sondern soll Hoffnung geben und zeigen, wie wichtig es ist, gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt nach der richtigen Ursache zu suchen.